Die Zweite lebt wieder oder der Adler versucht, wieder abzuheben
Nach zehn Gegentoren in den vergangenen beiden Spielen wollte die Zweite sich im Derby gegen Menden III rehabilitieren. Trotz guter Vorbereitung unter der Woche befand sich zum Anpfiff leider nur eine mühsam zusammen gewürfelte Truppe, da es einige Ausfälle durch Verletzungen gab.
Zu Beginn des Spiels waren Torchancen auf beiden Seiten nicht zu sehen. Aus einer stabil wirkenden Abwehr wurde versucht, der einzigen Spitze Andres Kurscheid den Ball aufzulegen. Dies gelang leider zu wenig. In der 30. Minute waren sich zwei hier nicht namentlich genannte Spieler uneins, wer den Ball annimmt. Der Mendener mit der Nummer 11 bedankte sich und startete einen schönen Sololauf, welchen er mit dem 1:0 für Menden abschloss.
Den meisten außerhalb des Platzes schwante schon böses. Doch die Mannschaft bewahrte Ruhe, es wurde nicht rumgeschrien. Im Gegenteil: Kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit konnte Andreas Kurscheid einen Freistoß aus dem halbrechten Feld direkt verwandeln. So ging es nach diesem wunderschönen Sonntagsschuss in die Halbzeit.
Nach der aufmunternden Ansprache des Trainers ging die Mannschaft hoch motiviert und konzentriert auf den Rasen zurück. Es folgten die vielleicht besten 20 Minuten der noch jungen Saison. Als bestes Beispiel dient der 2:1 Führungstreffer durch Frank Ahnert. In einem hart geführten Zweikamp kann sich Kevin Sonntag entscheidend durchsetzen und das Spielgerät nach außen zu Daniel Haehner bringen. Dieser passt zu Frank Ahnert, der einfach mal draufhält. Leicht abgefälscht findet sich die Kugel hinter dem Mendener Keeper im Netz wieder.
Als Andreas Kurscheid dann keine 10 Minuten später nach herrlicher Vorarbeit von Frank Ahnert das Leder zum vielumjubelten 3:1 locker einschiebt schien alles gelaufen. Leider kam der Adler aber immer wieder in einige Turbulenzen, aufgrund des Kräfteverzehrs. Mit Glück und zum Teil auch cleverem Spiel konnte der Sieg dennoch über die Zeit gebracht werden.
Erwähnt werden muss die starke Partie von Jens Heckmann, welcher hinten rechts eine gefühlte Zweikampstatistik von 90 % gewonnener Zweikämpfe hatte.
Fazit: Die Mannschaft ist über Kampf, Einsatz und Ruhe wieder in die Erfolgsspur gekommen. Jetzt gilt es am Sonntag bei Hellas III an diese Leistung anzuknüpfen.
Aufstellung:
Kulasik Sascha, Ahnert Jan, Heckmann Jens, Sonntag Kevin/ Kayser Ralf 60 Min., Stelter Michael, Vey Robert/Franke Denis 38 Min, Brauweiler Jens, Haehner Daniel, Nickels Reiner, Ahnert Frank, Kurscheid Andreas/Raphael Beyer 80 Min.