„The Special One“ findet die richtigen Worte – und den passenden Ball. 3-0 Auswärtssieg in Birlinghoven!
„The Special One“, wie Coach Andre Hylla, in Anlehnung an Erfolgs-Trainer Jose Mourinho von einigen seiner Spielerschäfchen bereits genannt wird, entschuldigte sich bei seiner Mannschaft vor dem Spiel für sein emotionales Auftreten rund um das Match bei Hellas Troisdorf. Gleichzeitig zeigte er sich enttäuscht von einer unterdurchschnittlichen Trainingsleistung während der Woche und wies eindringlich auf die Schwere der Aufgabe auf der ungeliebten Asche in Birlinghoven hin. Die Mannschaft war also gewarnt.
Ohne den etatmäßigen Sturm, Panitzsch/Bruhn, zeigten die Adler von Beginn an eine konzentrierte Leistung. Über solides Zweikampfverhalten riss die Doppel-6 Boonen und Syed das Spiel an sich und konnte bisweilen auch spielerische Akzente setzen. Und dies trotz eines Balles, der diesen Namen kaum verdiente. Platt wie eine Flunder wurde das Spielgerät bereits nach wenigen Minuten ausgetauscht. Der Betreuer der Birlinghovener Mannschaft muss Urlaub gehabt haben. Anders ist es nicht zu erklären, dass auch der zweite Ball nur unwesentlich härter aufgepumpt war, als dessen Vorgänger. Vielleicht lag es auch daran, dass Vietze und zweimal Rieske die ersten Meindorfer Chancen ungenutzt ließen. Es dauerte bis zur 35. Spielminute als es einen Eckball für die ganz in Schwarz gekleideten Meindorfer geben sollte. Der Spielball hatte es sich im idyllischen Birlinghovener Unterholz gemütlich gemacht. Jung-Trainer Hylla, ergriff die sich bietende Gelegenheit und warf einen mitgebrachten Adler-Ball zur Ausführung des Eckballs aufs Spielfeld. Der (per Fahrrad!) angereiste Abwehrtitan der zweiten Mannschaft, Markus Reuber, unkte dass dieser Ball ja „den Weg ins Tor kenne“. Das Gelächter war groß, nachdem Roger Vietze per Kopf zum 0-1 einnickte. Und „The Special One“ hatte mal wieder alles richtig gemacht.
In der zweiten Hälfte sahen die mitgereisten Anhänger des Adlers eine einseitige Partie. Einer Ballbesitzquote, die nahe an der des FC Bayern München lag, und zwei weiteren Tore von Vietze und Ramirez hatte der SVB nicht mehr viel entgegenzusetzen. Beide Tore des zweiten Spielabschnitts wurden mustergültig vom zurzeit stark aufspielenden Felix „Dogface“ Hartmann aufgelegt, so dass seine Kollegen sich nach dem Spiel eindringlich für eine Erwähnung in diesem Spielbericht stark machten. Dies spricht für sich und ist hiermit erledigt….
In der nächsten Woche empfängt der Adler auf heimischem Geläuf die Zweitvertretung des SSV Kaldauen aus der Kreishauptstadt. Über zahlreiches Erscheinen und lautstarke Unterstützung im Adlerpark freut sich die Mannschaft!