Game, Set and Match Adler Meindorf! 6:4 Erfolg gegen TuS Oberpleis II
Durch die personellen Veränderungen wurde die Grundausrichtung der Mannschaft jedoch nicht tangiert. Aggressiv und druckvoll wollte man nach vorne spielen. Jedoch dauerte es bis zur 13. Spielminute, als sich Roger Vietze im Mittelfeld den Ball eroberte und unnachahmlich in Richtung Tor marschierte. Der Gegenspieler des TuS wusste sich nur noch durch ein Foul zu helfen. Der Oberpleiser Trainer überlegte wohl bereits, wie er nun umstellte, wo doch jedem im Adlerpark klar war, dass dieses Foul mit einer roten Karte zu ahnden sei. Doch zum entsetzen der schwarz-gelben beließ es der, auch in der Folge sehr unsichere Schiedsrichter, beim gelben Karton.
Von dieser hanebüchenen Fehlentscheidung zeigte sich die Mannschaft unbeeindruckt und erspielte sich in der 19. Minute zwei Ecken in Folge. Nach Ecke Nummer zwei war es dann soweit. Roger Vietze stieg am höchsten und netzte per Kopf zur verdienten Führung ein. Nur eine Minute später setzte der gut aufgelegte Niklas Bruhn wiederum den Kapitän des Adlers in Szene. Dieser ließ sich nicht zweimal Bitten und schob überlegt ins lange Eck ein. 2:0 und Break vor für den Adler!
Doch auch diesmal wehrte die Freude über die zwei Tore Führung nur kurz. 2. Minuten später zeigte der Unparteiische berechtigterweise auf den Punkt. Elfmeter für Oberpleis nach Foulspiel durch „Pumba“ Schumacher. Diese Gelegenheit ließ der Gast aus Oberpleis nicht ungenutzt, so dass es nach 49. Minuten nur noch 4:3 stand. Befürchtete man als Adler-Fan, dass nun das große „Schwimmen“ beginnt, wurde dies nur 9. Minuten später glücklicherweise widerlegt. Eine überragende Balleroberung durch Marcel Boonen krönte dieser mit einem sehr schönen Pass auf Roger Vietze. Nach einer Drehung der Marke „Gerd Müller“, die ihm der ein oder andere im Adlerpark schon fast nicht mehr zugetraut hätte, schloss Vietze beherzt ab. Da war er wieder der beruhigende zwei Tore Vorsprung.
Dass es bei einem Ergebnis blieb, das man im allgemeinen dem Tennissport zuschreibt, und nicht in einem „Handball-Ergebnis“ endete, ist dem auslassen bester Chancen auf Seiten des Adlers geschuldet. Lediglich Roger Vietze krönte seine tolle Leistung mit dem 6:3 nach äußerst selbstloser Vorarbeit von Atanasio Ramirez. Da „Hucky“ Engert wohl bereits vom Champions-League-Gewinn des Vereins von der Säbener Straße träumte, bestaunten die Zuschauer in der 86. Minute einen unforced Error wie man Ihn selten sieht. So stand es nach 90. Minuten und einem turbulenten Spiel 6:4 für den Adler. Game, Set and Match!
Aktualisiert ( Montag, den 03. Mai 2010 um 19:51 Uhr )