Start 1. Mannschaft (Senioren) Spielberichte Eine Prise Barca auf dem Butterberg und drei faule Ostereier!

Eine Prise Barca auf dem Butterberg und drei faule Ostereier!

Hoffnung lebt nach 5:3 Sieg gegen das Tabellenschlusslicht weiter


Nachdem in der letzten Woche der TSV Wolsdorf, nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einem prächtigen Freistoß durch den spielenden Geschäftsführer Rouven Stroß, mit 3:1 besiegt wurde, begrüßte man am heutigen Ostermontag den TuS Schladern auf dem  Ausweichplatz in Sankt Augustin.

Da der Trainer im Vergleich zur Vorwoche keinen Grund zum Wechseln hatte, tat er dies auch nicht, so dass folgende Mannschaft auf den Platz geschickt wurde:

Gehlen; Stroß; Engert - Fontaine; Schumacher - Boonen - Syed - Schmitz; Vietze; Panitzsch - Bruhn.

 

Dem gegenseitigen Abtasten folgte in der 8. Spielminute der erste Höhepunkt einer ereignisreichen ersten Halbzeit. Ein von Marco Schumacher von der linken Seite scharf vor das Tor gebrachte Ecke, köpfte „Tanga“ Peer Fontaine so geschickt an den Rücken eines Gegners, dass der Ball im hohen Bogen im Toreck des TuS einschlug! So konnte es nach der Meinung der Zuschauer weitergehen. Und in der Tat setzte der Adler konsequent die Vorgaben des Trainers um – es wurde weiter Druck auf Ball und Gegner ausgeübt. Folgerichtig hatten Panitzsch, nach schönem Pass durch Christoper Schmitz, sowie ebendieser bei einer verunglücken Flanke, sehr gute Chancen das 2:0 zu erzielen. Dass die Chancen nicht genutzt wurden, kommentierte der Coach, in der ihm unvergleichlichen Artikulation mit den Worten: „Siehste‘ - läppische Scheiße ist das!“ Dem war nichts hinzuzufügen, doch Raphael Syed erhörte die Worte des Trainers und nahm sich aus gefühlten 32 Metern ein Herz. Ein Schuss wie ein Strahl, der einige der Anwesenden an den jungen Alex Kunert erinnerte, schlug unhaltbar für den Torwart aus Schladern zum 2:0 für den Adler ein.

 

Wer jetzt dachte, dass der Adler mit dem spielen aufhören würde, sah sich eines Besseren belehrt. Der wie entfesselt aufspielende Syed, schickte mit einem Pass a la Messi die Nachwuchshoffnung Niklas Bruhn auf die Reise, der die gute Chance jedoch vergab (25.). Leider vergab Niklas, der eine insgesamt tolle kämpferische Leistung zeigte, auch seine nächste Chance, die der singende Altinternationale des Adlers, Guido Vorkötter laut eigenem Bekunden „mit dem schlaffe P….. erinnjemaht“ hätte. In der 35. Spielminute dann der erste Schuss auf das Tor des Adlers. Eine Verzweiflungstat aus 25 Metern, die Ihr Ziel weit verfehlte. Die Antwort der in dieser Phase gut aufspielenden Meindorfer Mannschaft lies nicht lange auf sich warten. In der 38. Min. spielten Panitzsch und Schumacher mit einem einfachen Doppelpass die gesamte Abwehr des TuS aus. Schumacher konnte die Chance allerdings nicht nutzen. Nur 2. Minuten später dann der nächste Streich von Rapha. Aus dem Mittelfeld zauberte er einen Pass der Marke Iniesta auf Schumacher, der auf den mitgeeilten Panitzsch in die Mitte passte – 3:0! Nach dem ähnlichen Strickmuster und einem Uwe-Bein-Gedächtnispass durch Syed auf Schumacher, der eiskalt vollstreckte, stand es zur Pause 4:0. Am Spielfeldrand fragte man sich, wann es das zum letzten Mal gegeben hatte. Nach der Antwort wird noch recherchiert….

 

Nach einer ersten Halbzeit aus einem Guss und einem gut aufgelegten Rapha, folgte eine zweite Hälfte zum vergessen. Schladern spielte im Rahmen seiner limitierten Möglichkeiten nach vorne. Leider genügte dies um in der zweiten Halbzeit drei Tore zu erzielen. Das erste in der 55. Spielminute per Foulelfmeter, verschuldet durch den ansonsten souveränen Schlussmann Simon Gehlen. In der 60. Spielminute und durch einen kollektiven Tiefschlaf der gesamten Hintermannschaft begünstigt, fiel dann bereits das 2:4. In der Folge fing sich die Adlertruppe wieder halbwegs und erspielte sich selber wieder Möglichkeiten, die allerdings durch Bruhn (74.) und Vietze (78.) ungenutzt blieben. Erlösend wirkte dass das 5. Adlertor. Nach geschickter Vorarbeit durch den jungen Max Harscheidt vollstreckte Vietze in gewohnter Manier. Der in der zweiten Hälfte unauffälliger agierende Syed hatte in der 83. Minute die Möglichkeit seine ansprechende Leistung zu krönen. Er scheiterte jedoch Torwart des TuS. In der Nachspielzeit betrieb der nun so gut wie abgestiegene Gast von der oberen Sieg weitere Ergebniskosmetik.

 

Man of the match: Raphael Syed, der nicht nur in der offensive Glanzpunkte setzte, sondern sich auch durch taktische Fouls in den Dienst der Mannschaft stellte und letztlich mit gelb-rot vom Feld verwiesen wurde.

 

Fazit: Der Funken Hoffnung glimmt nach 2 Siegen in Folge beständig. So weitermachen und das Feuer im heimischen Adlerpark gegen die Hertha aus Rheidt am kommenden Donnerstag erfachen.

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 18. April 2010 um 21:10 Uhr )